Coming-out


Coming-out – was ist das?

Vielleicht kennst du den Begriff Coming-out oder auch Outing (Verb: sich outen) schon aus schwulen, lesbischen oder bisexuellen Zusammenhängen. Der Duden schreibt:

absichtliches, bewusstes Öffentlichmachen von etwas, insbesondere der eigenen Homosexualität

Inneres Coming-out

Wenn jemand feststellt, dass er transsexuell oder transgender ist oder sonst irgendwie die traditionellen Geschlechtergrenzen sprengt, spricht man zuerst vom „inneren Coming-out“. Für manche passiert das schon sehr früh, im Kindergartenalter, für manche erst spät – vielleicht mit 60; die Zahlen scheinen sich einmal um die 20 und und einmal um die 40 herum etwas zu häufen (meine Quelle sind hier nur Gespräche mit anderen Trans*-Menschen).

Gerade, wenn es spät passiert, hat das innere Coming-out große Bedeutung, denn es bringt oft einen großen Stein ins Rollen: Fragen, mögliche weitere Schritte, Umfeldreaktionen – ungeahnte Lebensmöglichkeiten, Hindernisse, Angst vor Reaktionen und Fehlentscheidungen, ein Gefühl von Klarheit und von Freiheit.

Äußeres Coming-out

Der nächste Schritt ist das äußere Coming-out. Es bedeutet, dass man den Menschen in seiner Umgebung mitteilt, wie man fühlt – vielleicht sucht man sich auch zuerst andere, die genauso fühlen, um sich ihnen mitzuteilen.